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Kooperationsvertrag zum Bundesforschungsprojekt „Nutzerorientierte Bausanierung“ mit der Bauhaus-Universität Weimar unterzeichnet

Am Freitag, dem 4. November 2011, erfolgte im Festsaal "Marlis Kressner" des Ponitzer Schlosses die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen der Gemeinde Ponitz, dem Förderverein Renaissanceschloss Ponitz und der Bauhaus- Universität Weimar zum Bundesforschungsprojekt „Nutzerorientierte Bausanierung“.

Das Anliegen dieses Forschungsprojektes wurde von Dipl.-Ing. Conrad Völker, dem Leiter der Nachwuchsforschungsgruppe, vor der Vertragsunterzeichnung den anwesenden Gästen kurz vorgestellt.
„Aufgrund mangelnder Schnittstellen ist im Bereich der Gebäudesanierung häufig ein ungenügender Datenaustausch zwischen den am Bauprozess Beteiligten festzustellen. Ziel ist daher die Entwicklung eines digitalen Gebäudemodells, das als Bindeglied bei der Entwurfs- und Planungsgrundlage beim Bauen im Bestand zur Verfügung stehen soll. In einem laufenden Forschungsvorhaben werden exemplarische Bereiche, die eine hohe Relevanz für die nutzerorientierte Bausanierung aufweisen, an das digitale Gebäudemodell gekoppelt. Dazu zählt die bauphysikalische Gebäudesimulation zur Optimierung des Energiebedarfs, der Behaglichkeit sowie der materialtechnischen Zwänge unter Berücksichtigung der Nutzeranforderungen. Darüber hinaus werden baustofftechnologische Verfahren zur Materialentwicklung und –prüfung entwickelt.“

Das Renaissanceschloss Ponitz bietet sowohl bereits sanierte und restaurierte Bereiche als auch Bereiche, in denen noch erheblicher Sanierungs- und Restaurierungsbedarf besteht. Daneben ist auch noch die Schaffung eines barrierefreien Zugangs geplant. In dieses Projekt ist der Einbau eines Aufzuges eingebettet. Dazu ist die Erarbeitung eines digitalen Gebäudemodells eine willkommene Hilfe, wenn es darum geht, den exakten Standort dieses Aufzuges zu bestimmen. Auch zerstörungsfreie Untersuchungsmethoden von Bauteilen können im Ponitzer Schloss auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden. An geschädigten Holzbauteilen werden neue technologische Verfahren und Materialien eingesetzt, um diese wieder für ihre Funktion zu ertüchtigen.


Fotos Jens Schmidt - Bauhaus-Universität Weimar

Nach der Vertragsunterzeichnung wurden von den einzelnen Fachbereichen Geräte und Verfahren vorgestellt, die im Rahmen des Forschungsprojektes zur Anwendung kommen werden. Dabei kam es zu angeregten Gesprächen zwischen den Gästen und den Forschern.

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